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Schrotestau

-> Bachpatenschaft (1995)
-> Einige grundlegende Daten zum Schrotestau
-> Pflanzenartenaufnahme 17.06.1995
-> Pflanzenartenaufnahme 3.8.95
-> Planzenerfassung vom 11. Mai 1997
-> Vogelartenerhebung des Greenteam-Magdeburg am Schrotestau 1995
-> Makrozoobenthonbesiedlung Schrote oberhalb Diesdorf

Bachpatenschaft (1995)

Dieser Text stammt noch aus Greenteam-Zeiten. Viele hier dargestellten Aussagen würde die AutorIn heute nicht mehr teilen, so z.B. dass eine Bachpatenschaft dazu dient Müll zu beräumen und Gehölze zu verschneiden. Letzteres ist ökologisch fragwürdig und ersteres degradiert UmweltschützerInnen zu Müll-BeräumerInnen für Leute, die ihren Dreck überall in der Natur entsorgen. Das kann nicht Anliegen einer Umweltgruppe sein (abgesehen von einmaligen Aktionen um Öffentlichkeit zu erreichen).
Auch ist fraglich, ob die beschriebenen Unterstützungen für die Kosten der BachpatInnen tatsächlich noch erfolgen (angesichts allgegenwärtiger Kürzungen).

Im Sommer ist der Schrotestau oft regelrecht zugewachsen

Was ist eine Bachpatenschaft?
Im Einvernehmen mit der/dem Unterhaltspflichtigen erklärt sich eine Person/Personengruppe bereit, ein Gewässer oder Abschnitte davon zu beobachten und sauber zu halten. Die unterhaltungspflichtigen Personen verlieren dadurch aber nicht ihre Verantwortung, sondern müssen dafür sorgen, dass nötige Maßnahmen zur Unterhaltung des Gewässers durchgeführt werden, und die Vielfalt desselben nicht beeinträchtigt wird.

Bachpatenschaften können, im Einvernehmen mit der zuständigen Gemeinde, von Schulen, Klassen, Vereinen oder sonstigen Gruppen übernommen werden. Mögliche Aktivitäten sind die Beobachtung des Gewässers, Maßnahmen zur Sauberhaltung, Pflanzungen und einiges mehr. Unnatürliche Gewässer können bei Zustimmung der zuständigen Behörden wieder naturnah gestaltet werden. So z.B. durch Uferbepflanzung, die Gestaltung eines natürlichen Bachlaufes und -betts.

Der Schrotestau ist ein "Geschützter Biotop"

Bei Abschluss einer Bachpatenschaft sollten auf jeden Fall die betroffenen Besitzer, Pächter, Behörden und örtlichen NAturschutzvereine informiert werden. Es ist in vielen Bundesländern üblich, dass der Unterhaltspflichtige für die Kosten des Bachpaten aufkommt. Das sind unter anderem die Kosten für benötigte Pflanzen, Bereitstellung von Arbeitsgeräten, Aufstellen von Containern für den gesammelten Müll.

Ziel einer Bachpatenschaft ist es, den Bach erst einmal richtig kennen zu lernen, anhand dieses Wissens Veränderungen in der Qualität des Gewässers feststellen zu können, einen naturfernen und monotonen Bach wieder zu einem Artenreichen und naturnahen Gewässer zu machen, den Bach von Müll sauber zu halten und die Bevölkerung über das Gewässer, seine Wichtigkeit und über die Aktivitäten der Bachpatenschaft zu informieren.

Der Schrotestau wird von Hochspannungsleitungen durchzogen

Wer eine Bachpatenschaft übernimmt sollte sich bewusst sein, welche Verpflichtungen damit eingegangen werden. Es ist wichtig sich regelmäßig bei dem Gewässer einzufinden, regelmäßig seine Wasserqualität zu prüfen, den Bach zu säubern, die Ufergehölze in genügenden Abständen zurückzuschneiden sowie die Unterhaltspflichtigen und die Betroffenen von allen vorzunehmenden Maßnahmen zu informieren.

Anpflanzung von Ufergehölzen
Bei der Anlage neuer Uferstreifen zur Befestigung des Ufers ist grundsätzlich zu beachten, dass die verwendeten Arten heimisch und standortgerecht sein sollten. Schon in der Planungsphase sollte beachtet werden, dass eine artenreiche Vegetation zur vollen Entfaltung des Lebensraumes der Gewässer notwendig ist. Wichtig ist auch die Lage. Soll nur eine einseitige Uferbepflanzung vorgenommen werden, so ist die sonnenexponierte Seite zu bepflanzen.

Durchstich zum Schrotestau

Gewässergütebestimmung
Die Gewässergütebestimmung kann man in zwei Bereiche teilen: die chemische und die biologische. Bei der chemischen Gewässergütebestimmung kann keine Aussage über den Langzeitzustand des Gewässers gemacht werden, da hierbei nur gerade im Wasser enthaltene Bestandteile angezeigt werden können. Bei der biologischen Gewässergütebestimmung die vorkommenden Tierarten gezählt und protokolliert. Anhand dessen kann dann die Güte des Gewässers berechnet werden. Sie wird eingeteilt in die Stufen 1 bis 4.

Das Objekt der Bachpatenschaft: Der Schrotestau
Der Schrotestau ist ein Hochwasserrückhaltebecken, das sich inmitten von landwirtschaftlich genutzten Flächen in Magdeburg-Diesdorf befindet. Es wurde 1972 nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb genommen und hat eine Speicheroberfläche von 20 Hektar. Die Schrote wird hier kurz vor Diesdorf angestaut und soll den Stadtteil so vor Hochwasser bewahren. Der Stau entwickelte sich zu einem wertvollen Lebensraum für eine reiche Vogelwelt, die hier brütet oder Rast macht. Deshalb ist das Gebiet heute ein geschützter Biotop.

Vor der Schleuse, die die Wassermenge der Schrote reguliert

Die Bachpatenschaft der Greenkids
Anfang des Jahres 1995 entwickelte der Jugendumweltschutzverein das Projekt "Naturschutz am Schrotestau". Im Laufe des Jahres fanden im Rahmen dieses Projektes eine Vogelartenbestimmung und eine große Müllberäumungsaktion statt. Auch eine Gewässergütebestimmung wurde durchgeführt, die eine kritische Belastung des Gewässers ergab.
Gegen Ende des Jahres konnten die Greenkids schließlich einen Bachpatenschaftsvertrag mit dem Staatlichen Amt für Umweltschutz unterzeichnen....

Gewässergütebestimmung am Schrotestau

Einige grundlegende Daten zum Schrotestau

Quellen: unsignierte Papiere

1.Orts- und Bestimmungsdaten
1.1 Gestautes Gewässer: Schrote
1.2 nächstgelegene Stadt: Magdeburg
1.3 Zweck: Hochwasserschutz
1.4 Sperrtyp/ Dichtung: Erdddamm mit Dichtungsschürze
1.5 Bauzeit: 1969-1971
1.6 Jahr der Inbetriebnahme: 1972

2. Technische Daten
2.1 Hydrologie
Einzugsgebiet: 50 km
Jahresabflussmenge: 6,6 hm
2.2 Staubecken
höchstes Stauziel: 69,5 m ü. NN
Vollstau: 69,2 m ü. NN
Stauziel: 69,2 m ü. NN
Absenkziel: 64,55 m ü. NN
tiefstes Absenkziel: 64,55 m ü. NN
Gesamtstauraum: 0,39 hm
Stauraum: 0,33 hm
Nutzraum:
außergewöhnlicher HW-Rückhalteraum: 0,06 hm
gewöhnlicher HW-Rückhalteraum: 0,33 hm
Betriebsraum: 0,0 hm
Reserveraum: 0,0 hm
Totraum: 0,0 hm
Speicheroberfläche: 20 ha
Ausbaugrad (Stauraum/Jahresabfluss): 0,05
2.3 Nutzungen
Hochwasserrückhalteraum: 0,33 hm
garantierte Mindestwasserabgabe: 20 l/s
2.4 Absperrbauwerk
Höhe über Gründungssohle: 7,1 m
Höhe über Talsohle: 6,0 m
Kronenlänge: 277 m
Kronenbreite: 3.0 m
Freibord: 1,3m
Dammneigung, wasserseitig: 1: 2,5
Dammneigung, luftseitig: 1: 2
Bauwerksvolumen: 20.000 m
Bauwerksvolumen zu Gesamtstauraum: 1: 19,5

Kurzbeschreibung:
Kartenausschnitt - Weg zum Schrotestau Das Tal der Schrote wurde kurz vor dem Ortsteil Magdeburg-Diesdorf durch einen Queerdamm getrennt und dahinter die Schrote flach angestaut. Damit soll das Jahrhunderthochwasser der Schrote und eines weiteren Zuflusses aus dem Kreuzgrund aufgefangen werden. Der entstandene Flachwasserbereich weist ausgedehnte Röhrichte unterschiedlicher Zonierung auf. Vereinzelt sind Weidengebüsche eingestreut und ein vernässter Grünlandbereich schließt sich an.

Die Schrote selber wird bachaufwärts von einem dichten Gehölzgürtel aus Baumweiden und Pappeln sowie Weiden- und Holundergebüschen begleitet. Der völlig beschattete Bach ist nahezu vegetationslos. Auch vor der Staumauer hat sich ein versumpfter Bereich am Schroteabfluss gebildet, der in das Biotop einbezogen wurde.

Bedeutung:
- geschütztes Biotop entsprechend 30 NatSchG LSA (1), Pkt.1
- nährstoffreiches Stillgewässer
- wertvoller Gehölzbestand
- wertvoller Lebensraum für eine artenreiche Vogelwelt als Brut- und Rastgebiet
- Lebensraum für Herpeten und zahlreiche an Wasser gebundene Insektenarten

Pflanzen:
Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
Gemeines Schilf (Phragmites australis)
Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia)
Schmalblättriger Rohrkolben (Typha angustifolia)
Gemeine Teichsimse (Schoenoplectus lacustris)
Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
Flatter-Binse (Juncus effusus)
Faden-Binse (Juncus filiformis)
Ufer-Segge (Carex riparia)
Sumpf-Simse (Eleocharis palustris)
Ästiger Igelkolben (Sparganium erectum)
Schwanenblume (Butomus umbellatus)
Gemeiner Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
Ein weiteres Bild vom Schrotestau Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
Gift-Hahnenfuß (Ranunculus sceleratus)
Hoher Ampfer (Rumex hydrolapathum)
Wasser-Knöterich (Polygonum amphibium)
Große Brennessel (Urtica dioica)
Ufer-Zaunwinde (Calystegia sepium)

Tiere
Vögel:

Brutvögel im Wasser- und Röhrichtbereich: Stockente, Rohrweihe, Blässralle, Teich- und Wasserralle, Teich- und Sumpfrohrsänger, Feld- und Rohrschwirl, Rohrammer; zur Zugzeit ist die Bekassine in größerer Zahl anzutreffen. In der Gehölzreihe brüten Rotmilan, Mäusebauusard, Turmfalke, Bunt- und Kleinspecht, Pirol, Kuckuck, Möchs- und Gartengrasmücke, Fitis, Zilpzalp, Nachtigall, andere Arten.

Herpeten: Teich- und Grasfrosch, Erdkröte, Zauneidechse

Insekten: Gemeine Dornschrecke

Überschwemmte Gehölze am Schrotestau

Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen:
Der Anstau ausreichend großer Wasserstände ist für das Bestehen des Gebiets von ausschlaggebender Bedeutung. Die Randbereiche der sich südlich an der Schrote anschließenden Mülldeponie sind in einen geordneten Zustand zu überführen. Erhalt des Gehölzbestandes an der Schrote (beidseitig). Der Schadstoffeintrag in die Schrote ist zu begrenzen.

Planzenartenaufnahme 17.06.1995

Bach-Ehrenpreis (Veronica beccabunga)
Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
Futter-Wicke (Vicia sativa)
Weicher Storchschnabel (Geranium molle)
Gemeiner Hornklee (Lotus corniculatus)
Bunte Kronwicke (Coronilla varia)
Feld-Klee (Trifolium campestre)
Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
Taubenkropf-Leinkraut (Silene vulgaris)

Pflanzenartenaufnahme 3.8.95

Rainfarn
Nordisches Labkraut
Klette
Beifuß
Schwarzer Holunder
Wildrose
Distel
Brennessel
Walnuß
Haselnuß
Gelbe Wiesenmante
Schafgarbe
Sauerampfer / Blutampfer
Taubnessel
Kamille
Klatschmohn
Gräser
Weidenlabkraut
Weiden und Pappeln
Kohl-Kratzdistel
(blaugrüne?) Binse
Johanniskraut
Kleines Mädesüß
gemeiner Beinwell
Froschlöffel
Entengrütze
Wasserschwaden
Rohrkolben

Planzenerfassung vom 11. Mai 1997:

Die Erfassung ist eine Momentaufnahme. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Die Bestimmung einiger Arten ist unsicher, da nur Jungpflanzen ohne Blüten und Früchte zur Verfügung standen.

Deich:
Wermut (Artemisia absinthium)
Taube Trespe (Bromus sterilis)
Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
Knaulgras (Dactylus glomerata)
Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
Wiesenlabkraut (Galium molluga)
Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium pyrenaicum)
Weiße Taubnessel (Lamium album)
Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)
Einjähriges Rispengras (Poa annua)
Wiesenrispengras (Poa pratensis)
Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)
Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)
Jacobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Zaunwicke (Vicia sepium)

Schilfbereich und Blässhuhn im Hintergrund

Wasserpflanzen:
Kleine Wasserlinse (Lemnea minor)

Bäume und Sträucher:
Silberweide (Salix alba)
Schwarzerle (Alnus glutinosa)
Eingriffliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
Wildapfel (Malus sylvestris)
Rosskastanie (Aesculum hippocastanum)
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Hagebutte (Rosa spec.)
Haselnuss (Corylus avellana)
Eberesche (Sorbus aucuparia)

Schrotestau:
Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)
Knoblauchsrauke (Allaria petiolata)
Große Klette (Arctium lappa)
Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris)
Gänseblümchen (Bellis perennis)
Weiche Trespe (Bromus mollus)
Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
Ackerkratzdistel (Cirsium arvense)
Wilde Karde (Dipsacus sylvestris)
Klettenlabkraut (Galium aparine)
Wiesenlabkraut (GAlium mollugo)
Gundermann (Glecoma hederacea)
Tüpfel-Hartheu (Hypericum perforatum)
Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)
Pfenniggilbweiderich (Lysimachia numularia)
Schilf (Phragmitis australis)
Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)
Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)
(Senecio jacobaea)
Frühlings-Greiskraut (Senecio vernalis)
Bittersüßer Nachtschat (Solanum dulcamara)
Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
Löwenzahn (Taraxatum spec.)
Weißklee (Trifolium repens)
Schmalblättriger Rohrkolben (Typha latifolia)
Breitblättriger Rohrkolben (Typha angustifolia)
Große Brennessel (Urtica dioica)
Feld-Ehrenpreis (Veronica arvense)
Zaunwicke (Vicia sepium)
Steif-Segge (Carex spec.)

Insgesamt wurden 56 Pflanzenarten erfasst.

Vogelartenerhebung des Greenteam-Magdeburg am Schrotestau 1995

Name (latein. Name, Schutzkategorie, Anz. Brutpaare)
Vor dem Schrotestau Blässralle (Fulica atra, - , mind. 2 mit 4-7 Jungen)
Stockente (Anas Platyrhynchos, - , 2-3)
Bachstelze (Motacilla alba, - , mind. 1-2)
Graureiher (Ardea cinera, - , 4 einjährige Vögel)
Mäusebussart (Buteo buteo, - , 1)
Rotmilan (Milvus milvus, 3, 1-2 mit mind. 3 Jungen)
Turmfalke (Falco tinnunculus, - , 1)
Rohrweihe (Circus aeruginosus, P, 1-2)
Sperber (Accipter nisus, P, 1)
Aaskrähe (Corvus corone, -, mind. 1-2)
Saatkrähe (Corvus frugilegus, 2, mind. 1)
Nachtigall (Luscinia megarhynchos, - , 4-6)
Kuckuck (Cuculus canorus, - , 1)
Mönchsgrasmücke (Sylvia abricapella, - , 1)
Zilpzalp (Phylloscopus trochillos, - , 1)
Ringeltaube (Columba palumbus, - , 1-2)
Rauchschwalbe (Hirundo rustica, - , mind. 2-3)
Mehlschwalbe (Delichon orbica, - , mind. 1-2)
Fasan (Phasanius colchicus, - , 1)
Kleinspecht (Dendrocopus minor, - , 1)
Elster (Pica pica, - , 1)
Amsel (Turdus merula, - , 1)
Tannenmeise (Parus ater, - , 1)
Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca, mind. 1 mit Jungen)
Buchfink (Fringilla coelebs, - , über 1)
Feldlerche (Alauda arvensis, - , 1-2)
Sperlinge (wahrscheinlich Haussperlinge) (Passer domesticus, - , mind. 2)
Schwarzmilan (Milvus niger, - , 1)
Blaumeise (Parus caeruleus, - , mind. 1-2)
Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus, - , 1)
Grünling (Carduelis chloris, - , 1)
Rohrammer (Emberiza schoeniclus, - , mind. 1-2)
Eisvogel (Alcedo atthis, 2 , 1 möglicherweise kein Brutpaar)

Nahezu völlig ausgetrocknet ist der Schrotestau in heißen Sommern bei 
geringem Wasserzufluss

Zusammenfassung
Rote-Liste-Arten: Eisvogel, Schwarzmilan, Saatkrähe, Sperber (?), Rohrweihe, Rotmilan
am häufigsten vertreten sind: Nachtigall, Rauchschwalbe, Aaskrähe, Stockente
Es wurden 33 Arten festgestellt, es gibt aber noch etliche andere am Schrotestau, die bisher noch nicht bestimmt wurden.

Magdeburg, 18.08.1995

Makrozoobenthonbesiedlung Schrote oberhalb Diesdorf

erstellt vom Staatlichen Amt für Umweltschutz, Dez. 6.4. Frau Otte, Gouvernementsberg 1, 39104 Magdeburg für das Greenteam Magdeburg am 19.09.95

Die Schrote wurde am 04.08.95 oberhalb Diesdorf im Bereich des Hochwasserschutzbeckens bei Niedrigwasser auf ihre Besiedlung mit aquatischen Tieren untersucht. Folgende Arten mit den entsprechenden Saprobienwerten (s), Indikationsgewichten (G) und Häufigkeiten (A) wurden bestimmt:

Gruppe : Art : s : G : A
Schnecken : Radix ovata : 2,3 : 4 : 3
Schnecken : Stagnicola spec. : : : 2
Muscheln : Pisidium spec. : : : 4
Krebstiere : Asellus aquaticus : 2,7 : 4 : 5
Krebstiere : Gammarus pulex : 2,1 : 4 : 2
Käfer : Ilybius fuliginosus : : : 2
Käfer : Haliplus fluviatilis : : : 3
Wanzen : Nepa cinerea : : : 2
Zweiflügler : Chironomus plumosus-Gruppe : 3,4 : 4 : 3

Müllberäumungsaktion von Greenkids und Grüner Liga am Schrotestau

Ein Saprobienindex konnte anhand der gefundenen Arten nicht ermittelt werden. Die Summe der Haäufigkeiten, der als Indikatoren ausgewiesenen Arten, erreicht nicht den in DIN 38410 festgelegten Wert von 15. Aus der Erfahrung der letzten Jahre und unter Berücksichtigung der hohen organischen Fracht aus oberhalb gelegenen Abschnitten (Abwassereinleitungen der anliegenden Ortschaften), ist mit einer kritischen Belastung (Güteklasse II-III) zu rechnen. ALle beobachteten Tierarten sind weit verbreitet und stellen keine hohen Ansprüche an Wasser- und Gewässerqualität.

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